Schwierige Nachbarn
Ich ahnte bisher nicht, wie schwierig unsere Nachbarn sind. Aber keine Sorge oder Hoffnung, dass ich jetzt Klatsch verbreite. Ich meine nicht meine Nachbarn hier im Dorf. Die im Nachbarland meine ich. Schweiz.
Mit wieviel sozialer Mühewaltung sich die Schweizer ihr Leben gestalten müssen, las ich in der Neuen Züricher Zeitung. Folgende 10 Gründe gibt die NZZ dafür an, warum die Schweizer unter ihrer Nachbarschaft stöhnen:
Lärmbelästigung beklagen 63 Prozent. Verständlich: In den Tälern wird jede Schallquelle vervielfacht. Dann Treppenputzen, Kehrwoche oder Absprachen zum Rasenmähen werden nicht eingehalten (44,7%). Unter den Gerüchen, dem Schmutz und Lärm von Haustieren (der anderen Mitbürger) leiden 41 %. Falsches Parken, Ölflecken und weitere Ärgernisse um das Auto herum ärgern 39,2%.
Kinderwagen u.a. Sperriges von Kindern verstellen die verdreckten Hausflure (32,1%). Dasselbe gilt ganz allgemein für die Gemeinschaftsräume.
Dann das Problem mit Besuchern, die stören. Es seien immer die Besucher der Mitbewohner, lese ich.
Unter Sonstiges, das stört und ärgert, fallen Kinder und Hunde.
Unser guter Schiller hatte es vor mehr als 200 Jahren schon auf den Punkt gebracht und lässt seinen Tell sagen: Es kann der Frömmste nicht im Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.
Ich habe jetzt an die Neue Züricher Zeitung geschrieben, ob da nicht eine Verwechslung vorliegt und der Zeitungsartikel eine andere Nation meint. Z.B. uns Deutsche. Denn die Stuttgarter Zeitung vom 17.07.2018 meint: Wenn sich Nachbarn streiten, kann es ekelig werden, denn nicht selten kommen Mistgabeln, Gift oder leicht entflammbare Flüssigkeiten zum Einsatz.
Nein, von der Schweiz hätte ich das nicht gedacht!
03. März 2026